Fördern, informieren, netzwerken: Angebote für Lehrer und Bildungseinrichtungen

Fördern, informieren, netzwerken: Angebote für Lehrer und Bildungseinrichtungen

Um junge Menschen gezielt auf die Anforderungen des Berufslebens vorzubereiten, müssen Erziehungssystem und Arbeitswelt eng zusammenarbeiten. Insbesondere bei der Etablierung der naturwissenschaftlichen und technischen Bildung gibt es derzeit noch Defizite, obgleich unser Alltag von Technik durchdrungen ist und der Technologiesektor hervorragende berufliche Aussichten bietet.

Dem wirken wir durch unser breit gefächertes Angebot für Kindergärten, Schulen, Ausbildungszentren und Hochschulen entgegen: Wir helfen Bildungseinrichtungen dabei, sich mit Unternehmen zu vernetzen, ermöglichen es Erziehern, Dozenten, Lehrern und Lehramtsanwärtern im Rahmen langfristig angelegter Projekte, sich über aktuelle technische und wirtschaftliche Entwicklungen, Berufsfelder und Anforderungen auf dem Laufenden zu halten, geben Kindern Zugang zu technischen Fragestellungen und eröffnen Kindern und Jugendlichen neue Erfahrungshorizonte. 

Bildungspartnerschaften

Bildungspartnerschaften sind der Schlüssel zur Vernetzung von Bildungssystem und Unternehmenswelt. Bei Bildungspartnerschaften handelt es sich um langfristig angelegte Vereinbarungen zwischen weiterführenden Schulen bzw. berufsbildenden Einrichtungen und Unternehmen mit dem Ziel, Schüler und Schülerinnen fächer- und jahrgangsübergreifend auf das Berufsleben vorzubereiten. Hier unterstützt und vermittelt die Heldele Stiftung.

Schülerinnen und Schüler lernen im Rahmen unserer Bildungspartnerschaften verschiedene Berufsfelder der Elektrotechnik, IT- und Kommunikationstechnik sowie kaufmännische Berufe kennen, führen Projektarbeiten durch, erleben betriebliche Abläufe durch Praktika und Betriebserkundungen hautnah, besuchen Jobmessen und haben bei Fachvorträgen, Gesprächen und Klassenbesuchen die Möglichkeit, Mitarbeitern der Heldele GmbH und aktuellen Auszubildenden ihre Fragen zu stellen. Die frühzeitigen positiven Erfahrungen in der Arbeitswelt helfen Schülern bei der beruflichen Orientierung und erleichtern ihnen den Übergang.

Lehrerinnen und Lehrer bieten Bildungspartnerschaften Unterstützung bei der Abstimmung ihrer pädagogischen Arbeit auf die Herausforderungen der Berufswelt: Sie erhalten über den direkten Kontakt zu Unternehmensvertretern Impulse zur praxisnahen Gestaltung des Unterrichts, etwa in Hinblick auf die MINT-Fächer, aktuelle Wirtschaftsthemen und die Stärkung unternehmerischen Denkens und Handelns. Zudem haben die Lehrkräfte der mit uns kooperierenden Schulen Zugang zu allen Weiterbildungsangeboten der Heldele Stiftung.

Unternehmen lernen durch Bildungspartnerschaften die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen besser kennen und können dadurch Hand in Hand mit Eltern und Bildungseinrichtungen zielgerichteter auf eine realitätsgerechte Kompetenzentwicklung hinwirken.

Die konkreten Inhalte, Maßnahmen und Veranstaltungsformate einer Bildungspartnerschaft werden jeweils gemeinsam von der Schule und dem Unternehmen festgelegt. Die Bildungspläne werden dabei ebenso berücksichtigt wie die Belange der Eltern und der Förderbedarf der Schüler.

Wenn Sie für Ihre Schule eine Bildungspartnerschaft in Betracht ziehen oder sich unverbindlich informieren wollen, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme.

Technikfreundliche Stadt

Um Schüler für technische Berufe zu begeistern, den Fachkräftebedarf der Unternehmen zu decken und damit den Technologiestandort Baden-Württemberg zu sichern, gilt es, das Interesse an Technik bereits im Kindesalter anzuregen und bis zum Schulabschluss lebendig zu halten. Zu diesem Zweck hat der Arbeitgeberverband Südwestmetall die Bildungsoffensive „Technikfreundliche Stadt“ initiiert. Das Programm ist darauf ausgelegt, die technische Bildung vom Kindergarteneintritt bis zum Schulabschluss altersgerecht zu fördern und die Arbeit der Bildungseinrichtungen systematisch aufeinander abzustimmen. Zu den Projektpartnern gehören die Hochschule Esslingen, die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg, die BBQ (Berufliche Bildung gGmbH) und die Heldele Stiftung. In Süßen (Kreis Göppingen) , der Modellstadt für die Umsetzung, wurde das Projekt erfolgreich etabliert und hat sich als langfristig tragfähig erwiesen. Bis heute wird es beständig weiterentwickelt. Detailinformationen über das Modellprojekt erhalten Sie hier: www.technikfreundliche-stadt-suessen.de.

Vertreter von Bildungseinrichtungen, die sich der Initiative anschließen und ebenfalls Teil einer durchgängigen Technik-Bildungskette werden möchten, sind herzlich eingeladen, Kontakt mit uns aufzunehmen.

TecAcademy

Im Rahmen der TECademy führen technikbegeisterte Schülerinnen und Schulen ab der 8. Klasse in einer Arbeitsgemeinschaft parallel zum Unterricht gemeinsam ein Praxisprojekt durch. In den Fachabteilungen der beteiligten Unternehmen lernen sie alles, was sie für die Umsetzung brauchen – von der Konstruktion über elektrotechnische Grundkenntnisse und Bearbeitungsverfahren wie Löten oder Fräsen bis zu Teamwork und Präsentationstechniken. Sie kommen in Kontakt mit Mitarbeitern und Auszubildenden und schnuppern Praxisluft.

Durch die Einbindung außerschulischer Lernorte in den Unterricht erproben die Schüler technisch-naturwissenschaftliche Lerninhalte in der Praxis und werden bei der beruflichen Orientierung unterstützt. Lehrern gibt die Initiative die Möglichkeit, Kontakte zu Unternehmensvertretern zu knüpfen und aktuelles Technik- und Wirtschaftswissen in ihren Unterricht einfließen zu lassen.
Die TECademy ist ein Kooperationsprojekt zwischen Schulen in Baden-Württemberg, regionalen Unternehmen und der Hochschule Esslingen. Die Heldele Stiftung gehört zu den festen und langjährigen Kooperationspartnern der TECademy.

Schulen können sich durch die Teilnahme an der TECademy als MINT-freundliche Einrichtung qualifizieren. Die Anmeldung erfolgt über die Techniklehrkraft oder die Schulleitung.

 

Innovationspreis für Technik

Mit dem Innovationspreis für Technik zeichnet die Heldele Stiftung die besten praktischen Arbeiten für die Mittlere Reife im Fach Technik aus. Realschüler reichen ihr Projekt, das sie über das Schuljahr hinweg selbstständig bearbeitet haben, bei uns ein und präsentieren es einer unabhängigen Jury. Die Jurymitglieder bewerten die Projekte anhand der Kriterien technischer Anspruch, zukunftsweisende Ausrichtung, Ausführung, Informationsbeschaffung und Präsentation.

Damit durch die Teilnahme in der heißen Phase der Abschlussprüfungen kein zusätzlicher Stress entsteht, wird der Wettbewerb erst danach durchgeführt. Jeder Teilnehmer erhält eine Urkunde, mit der er bei Bewerbungen sein Engagement belegen kann. Den Gewinnern winken hochwertige Sachpreise, ihre Schulen dürfen sich über eine finanzielle Zuwendung für den Technikunterricht freuen.

Ausführliche Informationen können bei Sabine Allmendinger angefordert werden. Die Anmeldung erfolgt über den Technik-Lehrer oder direkt durch den Schüler.

„Was wird draußen erwartet?“

Was kommt nach der Schule? Dieser Frage stehen Schüler wie Eltern mit Spannung gegenüber. Die Vortragsreihe „Was wird draußen erwartet?“ informiert Schüler ab der 8. Klasse der Real- und Gemeinschaftsschulen sowie ihre Eltern darüber, was Firmen und weiterführende Schulen im Hinblick auf Wissen, praktische Fähigkeiten, soziale Kompetenzen und Engagement erwarten, worauf es im Bewerbungsprozess ankommt und wie sich Schulabgänger auf den neuen Lebensabschnitt vorbereiten können.

Die Veranstaltung hilft Schülern, sich über ihre Erwartungen, Wünsche und Ziele klar zu werden und gibt ihnen wertvolle Impulse für die Berufsorientierung und Einstieg . Eltern und Lehrer erfahren, wie sie die Jugendlichen in dieser Übergangsphase am besten unterstützen und begleiten.

Bei Interesse an der Veranstaltung können uns Schüler, Lehrer, Eltern oder Schulleiter gerne kontaktieren.

First Lego League

Jedes Jahr treten bei dem internationalen Roboter- und Forschungswettbewerb „First Lego League“ (FLL) junge Technik-Tüftler und Nachwuchswissenschaftler aus aller Welt gegeneinander an. Sie planen, bauen, programmieren und testen auf Basis des Systems Lego® Mindstorms, RCX, NXT oder EV3 einen vollautomatischen Roboter aus Legosteinen und bearbeiten gemeinsam eine spannende Forschungsfrage aus dem wirklichen Leben.

Für die Teilnahme schließen sich Kinder und Jugendliche zwischen 9 und 16 Jahren zu drei- bis zehnköpfigen Teams zusammen. Jedes Team benötigt einen erwachsenen Coach, der es mit seinem Lego® Mindstorms Know-how unterstützt und über den gesamten Wettbewerbszeitraum begleitet. Am Wettbewerbstag lösen die Roboter bei den „Robot-Games“ möglichst viele vorgegebene Aufgaben, und die Forschungsergebnisse werden vorgestellt. Damit neben dem Wettkampf auch der Spaß nicht zu kurz kommt, sind sehr unterschiedliche, kreative Präsentationsformen erlaubt. Bewertet wird neben dem Roboterdesign und der Forschung auch das Teamwork.

Die Heldele Stiftung gehört zu den langjährigen Kooperationspartnern der First Lego League. Da die Teilnahme an dem Wettbewerb mit Kosten verbunden ist, bietet die Heldele-Stiftung allen FLL-Teams, die den Name „Heldele“ in ihrem Team-Namen führen, ein Sponsoring für die Teilnahmegebühr und das Spielfeld. Die erwachsenen Coaches erhalten bei Bedarf eine Einführung in die Hard- und Software des Lego® Mindstorms EV3-Systems Lego® Mindstorms EV3-Systems. Bei Fragen hierzu wenden Sie sich bitte an Sabine Allmendinger. Weitergehende Informationen zur First Lego League erhalten Sie unter https://www.first-lego-league.org/de/.

Lego Education Lernkonzept und Programmierung EV3

Lego Mindstorms EV3 ist ein System zur Konstruktion und Programmierung von Lego-Robotern für Kinder und Jugendliche ab einem Alter von neun Jahren. Die Bausätze mit der nach dem Drag-&-Drop-Prinzip funktionierenden Software können frei erworben werden und kommen neben der privaten Nutzung unter anderem bei der First Lego League und in Schulen zum Einsatz.

Lehrkräfte können die Lego Mindstorms Education EV3-Anwendungen bei der Gestaltung von Unterrichtseinheiten zu lehrplanrelevanten Themen in den MINT-Fächern nutzen. Die Hard- und Software eignet sich für den Technik-Unterricht und die Fächer Informatik, Mathematik und Physik ab der 5. Klasse. Mit dem System lassen sich spielerisch IT-Grundlagen vermitteln, aber auch fortgeschrittene Programmierfähigkeiten entwickeln oder im Rahmen von Konstruktionsprojekten technische und mechanische Zusammenhänge verdeutlichen.

Im Rahmen unseres halbtägigen Seminars erhalten Sie eine Einführung in das System und lernen die ersten Schritte zur Konstruktion und Programmierung eines Lego-Roboters. Die Teilnahme ist kostenlos. Bei Interesse an einer Seminarteilnahme dürfen Sie uns gerne kontaktieren.