Schüler arbeiten im Team an Lego-Robotern und verlieren Angst vor Technik

Moderiert von Malte Arkona haben rund 100 Jugendliche aus dem Kreis beim "First Lego League"-Wettbewerb in Salach mit ihren selbst gebauten Robotern um den Parcour-Sieg gekämpft. Darunter elf Schüler der Hermann-Hesse-Realschule, die sich erst zwei Wochen zuvor angemeldet hatten.

First Lego League - das bedeutet anspruchsvolles Programmieren, Freude an Technik und Tüftelei im Wettstreit. Seit 2008 kommen dazu jedes Jahr 14 fünf- bis zehnköpfige Teams aus dem ganzen Landkreis nach Salach in die Stauferlandhalle, um mit selbst gebauten Robotern an den Start zu gehen. Am vergangenen Sonntag stand der gesamte Wettkampf, den die Heldele-Stiftung ausrichtet, unter dem biomedizinischen Motto "Body Forward". Das elfköpfige Team der Göppinger Hermann-Hesse-Realschule namens hhrs-Heldele-Füxe musste für drei Durchgänge seinen selbst gebauten Roboter so programmieren, dass er binnen zwei Minuten einen Parcours durchläuft und dabei zum Beispiel einen Knochen mit Legosteinen repariert, eine Gefäß-Prothese einsetzt oder eine Spritze drückt. Das erreichen die Lego League-Roboter durch ihre Sensoren und Lichtschranken, die es aufeinander abzustimmen gilt.

Erst zwei Wochen vor dem Wettkampf hatte sich die Füxe-Gruppe zusammengefunden. "Wir hatten deshalb sehr wenig Zeit, um am Roboter zu basteln und ihn zu programmieren", erzählt Domenico Fenna mit 16 der Älteste im Team. Die beiden 13-jährigen Simon Frank und Johannes Jarmer fanden am meisten Zeit fürs Programmieren und standen deshalb beim Wettkampf an vorderster Front. "Wir sind mit unserem sechsten Platz in der wichtigsten Kategorie Robot-Game sehr zufrieden. 2011 fangen wir aber früher an zu üben", meint Teammitglied Robin Rapp.

"Rund 500 Zuschauer kamen dieses Mal zur Veranstaltung, das ist unser Rekord", sagt Heldele-Geschäftsführer Wilhelm Wahl. Kein Wunder: Drei Cheerleader-Gruppen und Fans aus den Schulen feuerten ihre Teams an und machten Stimmung. Zwei Cheerleader-Gruppen davon kamen von der Hermann-Hesse-Realschule und unterstützten ihr Team lautstark. Durch diesen Einsatz gewannen die hhrs-Heldele-Füxe einen Publikumspreis.

Der diesjährige "First Lego League"Champion ist die erfahrene Gruppe der Heldele-Robotics. Auf Platz zwei landeten die 6-Klässler des Heldele-L-Teams aus Aalen-Ebnat. Den dritten Platz belegen die Jugendlichen vom Heldele-Emag-Team.

"First Lego League führt Kinder spielerisch an Technik und Ingenieursberufe heran",betont Wahl die Bedeutung der Veranstaltung. Die Wettbewerbe werden regional, bundesweit und international ausgetragen, um die Forscher von Morgen zu motivieren, sich mit Technologien zu beschäftigen.
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