"Wir müssen den Kindern zeigen, dass es mehr Spaß machen kann, ein Videospiel oder einen Roboter zu erschaffen und zu konstruieren, als damit zu spielen." Dies war 1998 die Vision der gemeinnützigen "First-Lego-League", die ein internationales naturwissenschaftliches Teamprojekt für Jungen und Mädchen ins Leben rief. Kinder und Jugendliche sollen mit Hilfe eines Roboters eine knifflige Mission erfüllen. Die Kinder und Jugendlichen forschen innerhalb eines Teams zu einem vorgegebenen Thema und planen, programmieren sowie testen einen vollautomatischen Roboter, um verschiedene Missionen zu meistern.

Schwerpunktthema war in diesem Jahr die Lebensmittelsicherheit. Zu untersuchen waren mögliche Stellen der Verunreinigung von Lebensmitteln - beginnend beim Befall durch Insekten oder andere Lebewesen über unsterile Verarbeitungs- oder Transportprozesse bis hin zu unhygienischer Zubereitung und Aufbewahrung. Nach einer achtwöchigen Vorbereitungsphase war es für die FLL-Teams soweit, beim Regionalwettbewerb in der Salacher Stauferlandhalle ihr Können zu präsentieren.

Bereits bei der Eröffnung verpasste SWR-Moderator Malte Arkona, bekannt aus der Tigerentenshow, die ersten Adrenalinstöße an die 14 Teams, meist zehn- bis 16-jährige Jugendliche, aus dem Landkreis und Ostwürttemberg. "Ich habe auch einige Mädchen in den Teams gesehen", bemerkte Schirmherr Professor Rainer Würslin, Dekan der Fakultät für Mechatronik und Elektrotechnik am Standort Göppingen. Er forderte, mehr Jugendliche und vor allem Mädchen für die Naturwissenschaft und die Technik zu begeistern und dankte den regionalen Projektträgern "Hands on Technology e.V." und der Heldele-Stiftung sowie den weiteren Sponsoren für ihr Engagement
Rund 700 Besucher zog es in die Stauferlandhalle. Wer die meisten Gäste unters Staufeneck holen konnte, wurde Sieger beim Marketingwettbewerb. Daran beteiligten sich 4 Schulen aus Göppingen, die vorab zusammen mit dem Team der Filstalwelle einen Werbespot in ihrer Schule drehten. Bis zum Finale am späten Nachmittag ging es hoch her. Zunächst heizten die Einlagen der Cheerleader-Gruppen von Göppinger und Eislinger Realschulen ein, dann bangten lautstark die Fans einzelner Teams, ob der Roboter denn überhaupt vom Startplatz kommt.

Auf den einheitlichen Parcours hatten die Teams in drei Vorrunden jeweils 150 Sekunden Zeit, um zum Beispiel ein mit Legionellen kontaminiertes Wasserrohr zu schließen. Die Jury bewertete auch die Bauweise des Gefährts, das aus Legosystemen zu konstruieren war. Zusätzlich wurde noch in den Disziplinen Roboterdesign, Teamwork und Forschungspräsentation gekämpft.